Sicherheit nur mit W-Nummer?

Immer wieder wird von den Inhabern von W-Nummern in der Schweiz der Eindruck verbreitet, nur Produkte mit diesen W-Nummern gewährleisteten den in der Schweiz bekannten hohen Sicherheitsstandard für Pflanzenschutzmittel. Diese Darstellung ist nicht richtig.

HINTERGRUND
Angesichts des hohen Preisniveaus für Pflanzenschutzmittel mit W-Nummern sieht das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ein in Art. 36 und 37 PSMV geregeltes Verfahren für die Einfuhr von im Ausland zugelassenen Pflanzenschutzmitteln vor, die in der Schweiz zugelassenen Pflanzenschutzmitteln entsprechen.
Diese in der Schweiz zugelassenen Produkte werden als Referenzprodukte bezeichnet.

Mehr Informationen:

DAS GENEHMIGUNGSVERFAHREN

Firmen, die entsprechende Produkte aus dem Ausland einführen möchten, können diese dem BLW vorschlagen. Das BLW prüft die Vorschläge gründlich und fertigt sodann eine Liste mit den Mitteln, deren Einfuhr es gestatten möchte. Auf die Liste setzt das BLW nur solche Produkte, die denjenigen Produkten entsprechen, die in der Schweiz mit einer W-Nummer zugelassen sind.
Während der Prüfung durch das BLW werden die Zulassungsinhaber in der Schweiz durch das BLW angeschrieben und können Einwände gegen die Importgenehmigung erheben, falls die Importprodukte patentverletzend oder in ihrem Herkunftsland ohne die Zustimmung einer ausländischen Vertreterin oder Lieferantin in den Verkehr gebracht worden sind.
Falls kein Einspruch erfolgt werden die Importprodukte nach erfolgreichen Abschluss des Verfahrens im Bundesblatt veröffentlicht. Gegen diese Veröffentlichung könnten die Zulassungsinhaber einen Rekurs ans Bundesverwaltungsgericht erheben, sich also wiederum wehren, falls sie berechtigte Gründe hätten.

Fazit:
Tatsächlich sind alle Importprodukte Originalwaren der zumeist sicherlich bekannten Hersteller und verfügen über dieselben wertbestimmenden Eigenschaften wie die W-Nummer-Produkte in der Schweiz.